6. August 2019 00:03:56 Herzkönig



Orange is the New Black

… wollte ich mir nie anschauen, weil ich dachte, dass es sich dabei um eine reine Comedy-Serie handelte. Und ich hatte keine Lust auf pseudolustige Ulknudeln hinter Sitcom-Plastikgittern. Aber nach ein paar Folgen musste ich feststellen: Stimmt ja gar nicht! Das ist keine billige Comedy oder Ähnliches, nein, da wird ein authentischer Frauenknast gezeigt, da leidet jemand wirklich. Schmutzig, schonungslos, real. Wie in “Die Verurteilten”, nur eben in weiblich und ein bisschen fröhlicher. Apropos leiden: Die Hauptdarstellerin gedemütigt und gepiesackt zu sehen ist ein Riesenvergnügen für den Zuschauer. Mal muss sie fast verhungern, ein andermal wird sie von Lesben gepeinigt oder in Isolationshaft gesteckt. Wie unterhaltsam! Die Produzenten zaubern aus Mitleid, Schadenfreude und Humor eine reizvolle Mischung, von der man so schnell nicht genug bekommt. Auch die Charaktere wurden sämtlich sehr gut bis unvergesslich gezeichnet, wie etwa der pervers-korrupte Wärter Pornstache oder der väterlich-verräterische Healey. Noch etwas? Ah ja, exzellente Dialoge.

Habe noch nie eine Staffel in zwei Tagen beendet, das Ding gehört definitiv mit zu den besten Serien des Jahrzehnts.

https://www.youtube.com/watch?v=vY0qzXi5oJg [youtube.com]

9/10 (Staffel 1)

Dieser Beitrag wurde von Herzkönig am 06.08.2019 00:29:13 bearbeitet.