17. Februar 2020 13:21:19 panic

Ich schreib mal die Inhalte des Interviews hier rein, wenn das nicht gern gesehen ist, einfach löschen.

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BILD: Was macht Sie so sicher, dass Rebecca tot ist?

Martin Glage: „Das ist die kriminalistische Erfahrung, die wir hier berücksichtigen müssen. Wir haben, nachdem die Tat bereits ein Jahr zurückliegt und umfangreiche Ermittlungen geführt wurden, keine Hoffnung mehr, dass Rebecca noch lebt.“

Was machte die Schülerin in der Nacht zum 18. Februar 2019 im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers?

Glage: „Das kam häufiger vor, dass sie dort übernachtete. Sie war ja bereits 15 Jahre alt, hat auch mal aushäusig übernachtet und sich dort auch sehr wohlgefühlt. Sie gehörte ja auch zur engeren Familie. Das war nichts Besonderes.“

Was ist in dieser Nacht im Haus passiert?

Glage: „Wenn wir das so genau wüssten, dann wären wir in den Ermittlungen auch schon weiter. Wir gehen in den bisherigen Ermittlungen davon aus, dass Rebecca, nachdem sie dort übernachtet hatte, in dem Haus zu Tode kam. Wie genau, das ist Gegenstand der Ermittlungen, die ja noch nicht abgeschlossen sind. Aber dass sie bereits im Haus zu Tode kam, davon gehen wir immer noch fest aus.“

Was war das letzte Lebenszeichen von Rebecca?

Glage: „Wir wissen von einem Foto, das sie an eine Freundin geschickt hatte am Morgen vor ihrem Verschwinden. Das deutet darauf hin, dass sie zu diesem Zeitpunkt noch gelebt hat. Wir können das zeitlich nicht ganz genau eingrenzen, aber wir sind uns sicher, dass sie an dem Morgen noch gelebt hat.“

Was ist auf dem Foto zu sehen?

Glage: „Da ist sie zu sehen. Sie hat sich immer mit einer Freundin ein Foto geschickt. Auch an diesem Morgen. Das war dann so üblich, dass die Freundin auch ein Foto von sich zurückschickte. Es konnte aber bereits nicht mehr zugestellt werden.“

Welches Spurenbild fanden die Ermittler im Haus?

Glage: „Das Spurenbild war relativ unauffällig. Wir haben keine konkreten Hinweise auf eine Gewalttat, auf eine Straftat dort im Haus gewinnen können. Was natürlich die Ermittlungen erschwert und letztendlich dazu geführt hat, dass ein dringender Tatverdacht gegen den immer noch beschuldigten Schwager nicht aufrechterhalten werden konnte.“

Was wurde alles unternommen, um Rebecca zu finden?

Glage: „Es wurde so ziemlich alles unternommen, was man sich vorstellen kann, was strafprozessual möglich ist. Suchmaßnahmen, soziale Medien intensivst bearbeitet und ausgeforscht, soweit es zulässig ist, Videoaufzeichnungen versucht zu erlangen. War aber nur in sehr begrenztem Maße möglich. Das alles hat aber leider nicht zum Erfolg geführt.“

Wo haben Sie überall nach ihr gesucht?

Glage: „Gesucht wurde vor allem im Brandenburger Raum. Aber zunächst mal in der Nähe des Orts des Verschwindens. Das liegt ja nahe, dass man im näheren Umfeld Erkenntnisse zu gewinnen sucht, dann aber aufgrund weiterer Ermittlungen auch außerhalb Berlins, im Brandenburger Umland, vor allem in Richtung Frankfurt (Oder). Aber auch das hat letztendlich nicht zum Auffinden geführt.“

Welche Sachen sind bis heute verschwunden?

Glage: „Es sind Kleidungsstücke verschwunden. Es ist eine Decke verschwunden, die aus dem Haushalt des beschuldigten Schwagers stammt, und auch ihr Handy.“

Können Sie die Sachen beschreiben?

Glage: „Bei der Decke handelt es sich um eine rosafarbene Woll-Plüschdecke, die bislang nicht wieder aufgetaucht ist. Sie lag sonst immer auf dem Sofa, auf dem auch Rebecca geschlafen haben soll in dieser Nacht. Zu den anderen übrigen Kleidungsstücken kann ich derzeit nichts sagen…“

Welche technischen Einrichtungen sind denn eingesetzt worden?

Glage: „Es wurden unter anderem Telefonüberwachungsmaßnahmen gefahren. Es wurde versucht, über die sozialen Medien nähere Anhaltspunkte zu erlangen. Es wurden Videoaufnahmen ausgewertet. Es wurden auch KESY-Aufnahmen – das Kennzeichenerfassungssystem in Brandenburg – hinzugezogen. Da waren noch Daten vorhanden, die im Rahmen eines richterlichen Beschlusses genutzt wurden. Alles leider bislang ohne Erfolg.“

Welche Verbindung hatte denn der Schwager nach Frankfurt (Oder)?

Glage: „Der Beschuldigte ist in Frankfurt (Oder) geboren und Verwandte von ihm leben noch in dem Gebiet zwischen Berlin und Frankfurt (Oder). Wir hatten durch KESY Hinweise darauf, dass möglicherweise die Leiche von Rebecca dorthin verbracht worden sein könnte und daraufhin die Suche vorwiegend auf diesen Bereich konzentriert.“