Linke sind die wahren Rassisten und Faschisten

  • 16. August 2019 13:39:37 Hazelnut

        #81
  • 16. August 2019 14:11:16 WhiteKnight

    Aller fak, hier gehts ja mal richig behindert zu

        #82
  • 16. August 2019 16:21:07 AIDS

    Zitat von: WhiteKnight


    Aller fak, hier gehts ja mal richig behindert zu

    Weniger behindert als in allen anderen threads auf LS, speziell Drachenlord Thread. Sorry, aber wer sinnlosen Dreck verfolgt und kommentiert ist komplett hirnbefreit.

        #83
  • 16. August 2019 16:52:38 ProfessorSchnabel

    Zitat von: AIDS


    Du hast bei den meisten Positionen Recht, aber das ganze nur auf der Diskursebene als “kommunikatives Spiel” zu betrachten ist fahrlässig. Meinungen haben in einer Demokratie reale Auswirkungen.

    Ich betrachte nicht „das Ganze“ der Politik als ein „kommunikatives Spiel“. Meine These ist, dass die Entwicklung, die ich als ‚Kulturkampf‘ bezeichnet habe, weitgehend künstlich herbeigeführt wurde. Das bedeutet nicht, dass dieser ‚Kulturkampf‘ nicht vielerlei gesellschaftliche und politische Auswirkungen hätte. Er ist daher alles andere als ein „kommunikatives Spiel“.


    Zitat von: AIDS

    Und hier stehen zwei Denkweisen und Meinungen gegenüber, was Du mit “Utopisten und Realisten” beschrieben hast, was ich aber als Verantwortungsethiker vs. Gesinnungsethiker bezeichne.

    Also erst einmal ist das Lindas und nicht meine Beschreibung. Und diese hat – wie auch die alte Gegenüberstellung von Max Weber, auf die Du zurückgreifst – zwar eine gewisse Orientierungskraft, ist aber letztlich auch viel zu unterkomplex, um den aktuellen gesellschaftlichen Konflikt auf diese eine Formel zu bringen.

        #84
  • 16. August 2019 18:18:27 ProfessorSchnabel

    1/2

    Zitat von: Linda van da Slampn


    Die Nächstenliebe lässt sich in einer digitalen Welt nicht auf die ganze Welt ausdehnen. Ich halte es für eine im wahrsten Sinne “naheliegende” Reaktion, sich in seine Region, Familie, Tradition, seine Nationalität einzugraben. Das ist IMHO kein “ideologisches Glorifizieren”. Viele Menschen spüren diesen Wunsch instinktiv, ohne einen Hauch rechter Ideologie zu verstehen. Wer kennt nicht die Sehnsucht nach dem Ort “wo die Welt noch in Ordnung ist”?

    Wenn man das mal etwas neutraler als ‚Rückzug in die eigene Peergroup‘ bezeichnet, ist dies das Verhalten 99,9% aller Menschen. Schon eine Gruppengröße weniger hundert Menschen übersteigt unsere Empathiefähigkeit dermaßen, dass wir sie nur noch als anonyme Masse wahrnehmen. Das hat Georg Simmel schon um die Jahrhundertwende als den modus vivendi in der Großstadt beschrieben.

    Nur in überschaubaren Gruppen sind wir dazu in der Lage, unsere universellen moralischen Impulse (z.B. ‚Jeder Mensch verdient es, menschenwürdig behandelt zu werden‘) auf die Ebene unserer eigenen Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten und -bereitschaft herunterzubrechen.

    Moderne Gesellschaften mit ihrer Ballung in den städtischen Räumen entfremden uns permanent davon, unseren direkten moralischen Impulsen nachzugehen. Und das beginnt schon auf der grundlegendsten Ebene: Wenn man auf seinem Weg zur Arbeit tausenden von Menschen flüchtig im öffentlichen Nahverkehr über den Weg läuft, nimmt man sie zumeist nicht mehr als Individuen wahr, weil man dadurch völlig überfordert wäre. Man muss zwangsläufig ausblenden.

    Gleichzeitig werden wir v.a. durch die Medien permanent mit dem Leid anderer Menschen konfrontiert. Und weil man dort zumeist einzelne Menschen und Schicksale präsentiert bekommt, nehmen wir sie wieder als Individuen wahr, empfinden Empathie und verspüren einen Impuls zu helfen.

    Und nun beginnen die Probleme erst so richtig: Durch solche Medienbeträge wird unsere Alltagsdesensibilisierung punktuell durchbrochen. Das unterdrückte Mitgefühl bricht sich nun endlich Bahn – und ermahnt uns: ‚Du hast solange weggeguckt, jetzt ist es endlich Zeit zu helfen‘. Nur können wir in den allermeisten Fällen gar nicht selbst innerhalb unseres eigenen Umfelds diesem Handlungsimpuls nachgehen.

    An dieser Stelle setzt dann große Stellvertretermechanismus ein: Politik, Kirchen, NGOs und andere Player bieten sich an, die moralischen Impulse des Einzelnen stellvertretend für ihn umzusetzen – im Gegenzug für Wählerstimmen, Geld oder sonstige Unterstützung. Gleichzeitig erwächst die systemische Kritik an den Strukturen, die solch ein Leid überhaupt erst entstehen lässt.

    Genau hier liegt der neuralgische Punkt, an dem unsere moralischen Impulse in oft ungesunder Weise in Politik und Gesellschaftskritik umschlagen. Denn Politik und Kritik sind Prozesse, die grundsätzlich nach einer Eigenlogik funktionieren, sich selbst tragen – und keineswegs zwangsläufig auch die inhaltlichen Ziele wirklich verfolgen, von denen sie vorgeben, es zu tun.

    Beim Politiker ist das offensichtlich: Ihm geht es zunächst um Einfluss, Macht, Zustimmung. Inhaltliche Überzeugungen sind – gemäß der Eigenlogik der politischen – zunächst immer nur Mittel zum Zweck. Und die Lebensverhältnisse von Menschen wirklich nachhaltig zu verändern, ist ein langfristiger Prozess, dessen ersten Erfolge sich kaum innerhalb einer Wahlperiode präsentieren lassen.

    Aber auch der Kritiker zeichnet sich eben dadurch aus, dass er „den Finger in die Wunde legt“ – und nicht dadurch, dass er dazu beiträgt, Wunden zu heilen. Damit würde er sich als „kritische Stimme im gesellschaftlichen Diskurs“ ja selbst überflüssig machen. Und so sollte es keinen verwundern, wenn trotz großer Fortschritte im Kampf gegen Homophobie, für Gleichberechtigung oder gegen echten Rassismus das progressive Lager immer feinkörnigere „Missstände“ innerhalb der Gesellschaft auftut, wie z.B.‚Manspreading‘ oder ‚Genderassuming‘.

    Dieser Beitrag wurde von ProfessorSchnabel am 16.08.2019 18:21:34 bearbeitet.
        #85
  • 16. August 2019 18:18:56 ProfessorSchnabel

    2/2

    Nun haben wir Menschen, die – wachgerüttelt durch Medienbeiträge – ein schlechtes Gewissen und einen moralischen Handlungsimpuls verspüren, den sie aber selbst nicht umsetzen können. Und wir haben verschiedene gesellschaftliche Player, die sich dadurch legitimieren, für diese wachgerüttelten Menschen stellvertretend zu helfen oder Missstände anzuprangern.

    Da es aber den selbsternannten Helfern und Kritikern in erster Linie um ihre Eigenlegitimation geht (und gehen muss, wenn sie davon leben wollen), ist es sehr unwahrscheinlich, dass ihre Maßnahmen wirklich dazu geeignet sein werden, effektiv etwas zu verbessern (denn das ist wie gesagt, politisch schwer verwertbar und würde den Kritiker auf Dauer überflüssig machen). Und daher passiert etwas, das typisch für komplexe gesellschaftliche Systeme ist: An die Stelle ehrlicher Kritik und echter Hilfe treten Inszenierungen.

    Keiner beherrscht das so gut wie die Grünen. Die ganze Partei ist schon lange eine einzige Inszenierung. Es braucht nur die richtigen Strafsteuern, Verbote und „Mut“ für die Zukunft – und schon kann man alles auf einmal haben: Ein tolles bürgerliches Leben im Wohlstand und eine ethische Welt. Wählt uns – und wir machen das möglich.
    Und die besserverdienende bürgerliche Klientel fährt auf diese Versprechen ab, weil sie gegen die Zahlung „kleiner“ Strafsteuern ihr Leben kaum ändern muss und trotzdem endlich das Gefühl haben kann, etwas dafür zu tun, die ganze Welt zu verbessern. Das machen ja jetzt die Grünen stellvertretend für sie.

    Die AfD-Klientel verspürt sicherlich ähnliche moralische Impulse beim Schauen der Nachrichten. Nur ist bei ihnen – aus verschiedenen Gründen – das Vertrauen in die effektive stellvertretende Umsetzung dieser Impulse nicht so stark ausgeprägt. Dem armen Kind mit Kulleraugen würden die meisten AfDler wohl auch helfen wollen. Aber eben nicht den zehntausenden jungen Männer, die mit diesem einen Kulleraugenkind im Gepäck kommen.
    Und so wird der empathische Impuls unterdrückt und mit Rationalisierungsstrategien zur Grenze des Machbaren oder einer Gegenüberstellung der Negativfolgen in handhabbare Bahnen gelenkt.

    Kurzum: Der moralisierende Kulturkampf erwächst in erster Linie aus einer Unfähigkeit des Menschen, in modernen Lebensverhältnissen der Mediengesellschaft seine moralischen Impulse im Miteinander adäquat zum Ausdruck zu bringen. Politik, Kirchen, NGOs, Medien usw. springen dankbar in diese Bresche und versuchen sich, als Stellvertreter bzw. Erfüllungsgehilfen für diese moralischen Impulse zu legitimieren und etablieren. Und weil dieser Legitimierungsprozess anderen Gesetzen als der effektiven Nothilfe gehorcht, entsteht ein ‚kommunikatives Ersatzspiel‘, das an die Stelle echter Hilfe tritt.

    Dieser Beitrag wurde von ProfessorSchnabel am 16.08.2019 18:25:10 bearbeitet.
        #86
  • 16. August 2019 18:55:09 WhiteKnight

    Zitat von: AIDS


    Zitat von: WhiteKnight

    Aller fak, hier gehts ja mal richig behindert zu

    Weniger behindert als in allen anderen threads auf LS, speziell Drachenlord Thread. Sorry, aber wer sinnlosen Dreck verfolgt und kommentiert ist komplett hirnbefreit.
    Was hast Du gerade an?

        #87
  • 16. August 2019 21:28:45 neinweiterlinks

    Zitat von: snippet


    schnell noch pelten

        #88
  • 16. August 2019 21:33:49 neinweiterlinks

    Warum ist Haselnuß eigentlich so behindert?

        #89
  • 16. August 2019 21:41:36 Hazelnut

        #90
  • 16. August 2019 21:44:03 Sachverständiger

    Wie heißt noch mal diese extrem linke Bewegung aus Berlin, die ziemlich antisemitisch ist?

        #91
  • 16. August 2019 21:46:02 Sachverständiger

    Btw. finde Hazel nicht schlimm, brauchen halt n par Linke hier, sonst wäre es hier nur noch Kreisgewichse.

        #92
  • 16. August 2019 22:08:32 13_f_Cali

    Hazel hat den einzig klugen Post in diesem Thread gelassen (neben meinen natürlich).

        #93
  • 16. August 2019 22:40:39 Atomfried

    Zitat von: ProfessorSchnabel


    Die AfD-Klientel verspürt sicherlich ähnliche moralische Impulse beim Schauen der Nachrichten. Nur ist bei ihnen – aus verschiedenen Gründen – das Vertrauen in die effektive stellvertretende Umsetzung dieser Impulse nicht so stark ausgeprägt. Dem armen Kind mit Kulleraugen würden die meisten AfDler wohl auch helfen wollen. Aber eben nicht den zehntausenden jungen Männer, die mit diesem einen Kulleraugenkind im Gepäck kommen.
    Und so wird der empathische Impuls unterdrückt und mit Rationalisierungsstrategien zur Grenze des Machbaren oder einer Gegenüberstellung der Negativfolgen in handhabbare Bahnen gelenkt.
    Da stellt sich die Frage, ob die “Nicht-AfDler” nun wirklich durch die Bank so vernagelt sein können, dieses Missverhältnis nicht zu erkennen. Besonders was die Negativfolgen angeht. “Wertvoller als Gold” - glauben sie das wirklich selbst?

    Ich habe den leisen Verdacht, dass die "moralischen Impulse“, die du hier ansprichst anderer Natur sind, als man es uns glauben machen möchte. Denen, die den satanischen Schuldkult verinnerlicht haben geht es nicht um Mitleidsethik sondern um kollektive Selbstbestrafung. Das ”Refugees welcome“-Gegrunze kommt schließlich aus der gleichen Ecke wie ”Deutschland verrecke“ und ähnliche Parolen. Eigentlich ist genau das doch die Quintessenz der angeblich moralisch überlegenen linksgrünen Politik. Sei es nun in der ”Flüchtlings"thematik oder bei der Deindustrialisierung und wirtschaftlichen Zerfickung Deutschlands unter dem Banner des Klimaschutzes.

    Dieser Beitrag wurde von Atomfried am 16.08.2019 22:50:14 bearbeitet.
        #94
  • 16. August 2019 22:52:03 Sachverständiger

    Zitat von: Sachverständiger


    Wie heißt noch mal diese extrem linke Bewegung aus Berlin, die ziemlich antisemitisch ist?

    “Jugendwiderstand”
    Habs gefunden, gab damals irgendeinen lustigen Artikel, indem stand, dass die Polizei sie bei einer Demo zunächst nicht als Linke einordnete, da das Erscheinungsbild (krass durchtrainiert) nicht dazu passte.

    Dieser Beitrag wurde von Sachverständiger am 16.08.2019 22:54:54 bearbeitet.
        #95
  • 16. August 2019 23:38:52 ProfessorSchnabel

    1/2

    Zitat von: Atomfried


    Ich habe den leisen Verdacht, dass die "moralischen Impulse", die du hier ansprichst anderer Natur sind, als man es uns glauben machen möchte. Denen, die den satanischen Schuldkult verinnerlicht haben geht es nicht um Mitleidsethik sondern um kollektive Selbstbestrafung.

    Motivlagen sind ja kein Entweder-oder-Szenario. Der Mitleids- und Helferimpuls spielt bei sehr vielen Menschen mit hinein. Und dieser hängt sehr oft auch mit einem eigenen Verantwortungs- bzw. Schuldbewusstsein zusammen: Man weiß insgeheim, dass es einem selbst wesentlich bessergeht als einem Großteil der Selbstbevölkerung – man aber an diesem Zustand des Bessergestelltseins auch nicht wirklich etwas ändern will. Das gilt schon für die Menschen im eigenen Umfeld.

    Mit Spenden oder der Unterstützung von Parteien oder Organisationen, die sich für das vermeintlich „Gute“ einsetzen, entlasten sich Menschen ein Stück weit von dem selbstanklagenden Gefühl, egoistisch auf Kosten anderer zu leben. Dieser psychologische Mechanismus ist wohl so alt wie Menschheit und ihre Tendenz zum Religiösen selbst.

    Das Geraune vom (spezifisch deutschen) Schuldkult ist eine sehr steile These. Sicherlich nicht ganz ohne Anhalt, aber völlig überspitzt und metaphysisch überladen. Diese Haltung ist im Grunde nur die kollektivierte Form des individuellen Verantwortungs- bzw. Schuldbewusstseins angesichts der eigenen privilegierten Lage. Und sie findet sich mal stärker, mal schwächer in allen westlich geprägten Kulturkreisen wieder.

    Ich sehe auch weniger eine explizite und als solche bewusst gewünschte ‚Selbstbestrafung‘ als das leitende Motiv. So wird das von rechter Seite gerne pathologisiert. Das dahinter stehende Phänomen ist deutlich komplexer.

    Nach „typisch linken“ Kulturverständnis sind die kulturellen Unterschiede zwischen dem Menschen im Grunde eher marginal und werden von den Gemeinsamkeiten innerhalb einer Menschheitsfamilie bei weitem überlagert. Das führt dann meist dazu, dass starke und statische Kulturbegriffe, mit deren Hilfe sich einzelne Menschengruppen voneinander abgrenzen und auf diese Weise ihrer selbst vergewissern können, problematisiert und möglichst vermieden werden.

    Ein solch affirmativer Bezug auf „das Eigene“ steht immer unter dem Verdacht der Selbstüberhöhung, Fremdabwertung und Entmenschlichung Vorschub zu leisten. Zudem wird der stark konstruktive bzw. variable Charakter von ‚Kultur‘ betont.
    All diese methodischen Bedenken haben durchaus ihre Berechtigung, führen aber in der Summe oft zu einem Vakuum: Obwohl man sich eine kollektive Identität als Welt- oder zumindest EU-Bürger wünscht, ist man de facto auch als Linker immer wieder in der unbequemen Situation, zu sich selbst „als Deutscher“ Stellung zu nehmen. Schon alleine, weil man von Menschen aus anderen Ländern immer als solcher wahrgenommen wird.

    Und hier ist der „typisch Linke“ Impuls nun einmal, dass in einer solchen Situation die größte und um jeden Fall immer zu vermeidende Gefahr ist, im Rahmen einer kollektiven Identitätsfindung in Muster der Selbstüberhöhung zu verfallen. Kaiser- oder NS-Zeit dienen dort als das warnende Beispiel.

    Dieser Beitrag wurde von ProfessorSchnabel am 16.08.2019 23:41:23 bearbeitet.
        #96
  • 16. August 2019 23:39:21 ProfessorSchnabel

    2/2

    Deswegen sind die kollektiven Selbstvergewisserungs- und Identitätsbildungsmuster, auf die auch Linke nicht ganz verzichten können, fast immer in sich gebrochen bzw. enthalten eine Form der negativ-kritischen Auseinandersetzung mit sich selbst. Denn damit ist eine unreflektierte, ungebrochene Selbstüberhöhung quasi ausgeschlossen – zumindest meinen das viele wohl.

    Und deswegen bekommt die Auseinandersetzung mit dem „Dritten Reich“, der Kampf gegen „rechts“, das Gedenken an Anschläge gegen Ausländer, das Putzen von Stolpersteinen usw. auch so einen unglaublich hohen Stellenwert in linken Kreisen. Man sucht nach „sicheren“ (weil faschismusresistenten) gemeinschafts- und identitätsstiftenden Ausdrucksformen, weil man ohne diese (noch) nicht auskommt.

    Das „psychologische Grundproblem“ eines „solchen Linken“ (wenn ich mal solche Pauschalisierungen bemühen darf) ist weniger ein heimliches Bedürfnis nach Selbstbestrafung, sondern vielmehr eine Angst vor der eigenen Liebe zum „Eigenen“ und dem eigenen Bedürfnis nach kollektiver Identitätsfindung, der Gruppenabgrenzung und -überhöhung.

    Zwar merkt der Linke, dass auch er nicht auf diese Dynamiken verzichten kann. Aber er legitimiert sie immer auf mehrfache Weise: (1) Erstens ist man qua linker DNA immer gegen „rechts“ und die eigene Gruppendynamik dient dem Kampf gegen den Faschismus. (2) Zweitens ist die Selbstvergewisserung kritisch gebrochen. (3) Und drittens dient die eigene Gruppenbildung höheren moralischen Zielen wie dem Kampf für Menschenrechte, die Umwelt usw.

    „Der Linke“ (v.a. der deutsche) hat im Kern Angst vor sich selbst und davor, dass auch in ihm ein Faschist stecken könnte. Und diese Angst führt zu einer ganzen Reihe von Kompensationsmustern, die man dann von außen als „das Bedürfnis nach Selbstbestrafung“ deuten kann. Aber – wie gesagt – geht diese Deutung am Kern des Phänomens vorbei.

    Dieser Beitrag wurde von ProfessorSchnabel am 16.08.2019 23:44:48 bearbeitet.
        #97
  • 17. August 2019 00:59:48 AIDS

    https://www.youtube.com/watch?v=u88EIoUkKQ0&feature=youtu.be [youtube.com]

    Das ist historisch aber nicht korrekt. Besonders die Darstellung, dass die zwei weißen mit einem schwarzen zusammen waren (ich nehme mal an für die Zeitreise müsste nah beianander sein).
    Toleranz gegenüber schwarzen bzw. Die ganze Bürgerrechtsbewegung ist erst durch die Besetzung Deutschlands entstanden, weil die besetzten deutschen Schwarze genauso respektvoll wie die anderen behandelt haben.
    Die eigenen Kameraden wollten hingegen mehrheitlich nicht mit ihren Negros zusammen kämpfen.

    https://www.youtube.com/watch?v=UHO9HGunZ98 [youtube.com]

    Dieser Beitrag wurde von AIDS am 17.08.2019 01:01:43 bearbeitet.
        #98
  • 17. August 2019 08:32:31 Dr_Oec_OnkelRenate

    Gibt es hier Pelts?

        #99
  • 17. August 2019 09:41:19 WhiteKnight

    Liest sich das Geschwaller von Schnabler überhaupt jemand durch?

        #100