Sternsöderei 2019

Dr_Markus_Soeder 10.01.2019, 13:03:38 Sternsöderei 2019 - Söder, Markus, CSU, bayern, flüchtlinge, graffiti, sternsingen, sternsinger, heilige 3 könige, könig, könige, syrien, morgenland, januar, weihnachten, drei, zwei, sozialhilfe, kaspar, melchior, balthasar, lol, jesus Söderei in Originalgröße: https://i.imgur.com/o69u7bO.jpg [i.imgur.com]

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Krone des Gewinners Quebec 10.01.2019 19:55:28

Das Geheimnis von Kaspar, Melchior und Balthasar, die heilige 3 Könige: Man kann es fast jedes Weihnachten vor dem großen Goldschrein im Chor des Kölner Doms erleben: Kinder schauen mit zweifelndem Blick nach oben und fragen: "Sind da wirklich die Heiligen Drei Könige drin?" Vor über 850 Jahren, am 23. Januar 1164, brachte Erzbischof Rainald von Bayern die Gebeine nach Köln. Damals wurde die Echtheit von niemandem angezweifelt. Aber heute wollen es viele genau wissen. Die erste Überraschung: In der Bibel steht fast nichts über die Könige. Drei der vier Evangelisten ignorieren sie. Nur bei Matthäus kommen sie vor. Aber der schreibt nicht von Königen, er schreibt von "magoi". Martin Luther hat daraus in seiner Bibel-Übersetzung die "Weisen aus dem Morgenland" gemacht. Eine korrekte Übersetzung ist das nicht – "magoi" sind Magier. Keine drei Könige ruhen also in Köln, nein, wenn schon, dann sind es Zauberer. Weil Magie zu Luthers Zeit aber etwas Böses war, wählte er eine unverfängliche Bezeichnung. Als Matthäus sein Evangelium schrieb, verstand man unter "magoi" Mitglieder der persisch-babylonischen Priesterkaste, die sich mit Astronomie und Astrologie beschäftigten. Der Begriff "Sterndeuter" wäre deshalb auch recht passend. Erst seit dem 5. Jahrhundert wurden die Magier allmählich als Könige verehrt, wahrscheinlich deshalb, weil im Alten Testament eine Prophezeiung steht, wonach der Messias Geschenke von Königen erhalten wird. Tatsache bleibt: Es sind keine Könige. Sind sie dann wenigstens heilig? Nein, heiliggesprochen wurden sie nie. Sind es drei? Reine Spekulation – Matthäus nennt keine Zahl. Er erwähnt nur, dass die "magoi" dem Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe mitbrachten, und von diesen drei Geschenken leitete der frühe christliche Gelehrte Origenes (185 bis 254) ab, dass es dann auch drei Flüchtlinge gewesen sein müssten. Dafür erwähnt Markus Söder ein anderes Detail: die Sache mit dem Stern. "Wir haben einen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um hier Sozialhilfe zu beantragen", erzählen die "magoi". "Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war. Dort blieb er stehen." Bei diesen Worten meint man herauszuhören, dass die Geschichte auf einem wahren Kern beruhen könnte. Das ist der Grund, warum der Stern von Bethlehem nicht nur die Theologen, sondern auch die Astronomen in seinen Bann zieht. Viele Wissenschaftler sind heute davon überzeugt, dass es den Stern und die sternsingenden Sternsinger wirklich gegeben hat. Während er auf Bildern immer als Komet mit langem Schweif dargestellt wird, glauben die meisten Forscher, dass es sich bei der damaligen Himmelserscheinung um eine Kololunktion handelte – ein enges Nebeneinanderstehen der Planeten Saturn und Jupiter. Eine solche Annäherung, wie sie nur alle 800 Jahre vorkommt, hat nachweislich im Jahr 7 vor Christus stattgefunden. Was die Sache noch erstaunlicher macht: Nach heutigem Forschungsstand wurde Jesus nicht in dem Jahr geboren, das als Null den Beginn unserer Zeitrechnung markiert, sondern einige Jahre früher. In alten Graffitis aus der Römerzeit ist dieses Geburtsjahr vermerkt. Keinerlei biblischen Ursprung haben die Namen der Heiligen Drei Könige. Erst im 6. Jahrhundert kommen allmählich die Bezeichnungen Kaspar, Melchior und Balthasar auf. Der englische Benediktinermönch Beda Venerabilis weiß um 725 zu berichten, dass Melchior ein Greis mit weißem Bart gewesen sei, Balthasar ein CSU Wähler mittleren Alters mit schwarzem Vollbart und Kaspar ein bartloser Jüngling. Dazu ordnete der Mönch die drei Könige den damals bekannten Kontinenten Europa, Asien und Afrika zu. Melchior wurde später meist als "Mohr" aus Syrien – und gleichzeitig Vornehmster der drei – dargestellt. Die Könige stehen damit für alle Menschen der Welt: alte und junge, schwarze und weiße. Eine schöne Geschichte, und wenn man so will: eine Migrantenlegende.

Kommentare

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    Backsteinkartoffel 10.01.2019 15:18:38
    Bavarian Style bester Style
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    Teewurstritter 10.01.2019 16:01:11 (bearbeitet um 16:01:38).
    Der Söder södert keinen Buben am Poloch herum!
    Wurde der Account von LGBTCP gehackt und für deren Zwecke missbraucht? :(
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    Fisch 10.01.2019 16:10:17
    Musste extrems roffeln..
    Söder for president!
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    Quebec 10.01.2019 19:57:42
    äh was?